Wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen

Nach nur 5 Wochen „Tragzeit“ war es gestern soweit: Morgenstern hat ein gesundes Kleines bekommen!

Noch etwas scheu.

Es handelt sich bei dem neuen Beiboot um einen sogenannten Heckspiegel-Kanadier. Das Boot ist 3,50m lang und 83cm breit. Es besteht aus GFK und wiegt 32kg. Es ist damit nur 6kg schwerer als unser altes Schlauchboot. Das neue Boot ist übrigens kein Do-It-Yourself Projekt, sondern diesmal, ganz konservativ, bei einem Bootsbauer bestellt.

Die Idee zu diesem Boot stammt von Sabrina.
Sobald die neue Badeplattform fertig ist, bekommt der Kanadier dort eine „Dockingstation“, mit der er Heck an Heck an Morgenstern andocken kann. Anschließend wird der Bug mit einer Leine nach oben gezogen und das Boot fixiert.
Wir fahren also unser Dinghy demnächst nicht quer am Heck, wie es sonst üblich ist, sondern hochkant, außer-mittig, leicht nach Steuerbord versetzt.
Dadurch bleibt die Heckleiter frei, Morgenstern wird nicht breiter, die Anlegeeigenschaften mit dem Heck zur Pier bleiben weiterhin optimal, eine Gangway kann genutzt werden und das Dinghy ist immer schnell einsatzbereit.

Klingt nach einer guten Idee, oder?

Diese Variante passt einfach besser zum hohen, schmalen Heck unserer Ketsch, als ein konventionell aufgehängtes Schlauchboot.
Daneben besteht die Möglichkeit, den Kanadier vor längeren Etappen an Deck zu legen. Er passt quer vor das Steuerhaus und blockiert die Decksluke im Salon nicht, wie es ein Schlauchboot oder jedes andere breitere Dinghy tun würde. Längs könnte man den Kanadier auch an Deck an 4 möglichen Stellen liegend verstauen.

Gestern haben wir ihn unmittelbar nach der Anlieferung ausprobiert, bei Sauwetter und Windstärke 6. Hat fürs erste Mal besser geklappt als vermutet. Das Boot läuft wunderbar leicht geradeaus und ist gepaddelt ziemlich flott. Wie es mit Außenborder läuft, haben wir noch nicht ausprobiert.

Die erste Ausfahrt mit Filou werden wir erst machen, wenn es wärmer ist und wir etwas mehr Übung haben. Denn der Kanadier ist spürbar kippeliger als ein Schlauchboot. Damit haben wir jedoch gerechnet und von vornherein eine Erweiterung in Form eines Auslegers eingeplant, damit er uneingeschränkt Rauwassertauglich wird und schön stabil mit Hund gefahren werden kann.
Filou hat in dem Boot übrigens deutlich mehr Platz als im Schlauchboot. Die Raumausnutzung für uns 3 ist ziemlich optimal. Was uns aber am meisten gefällt ist, beim Fahren nicht mehr den Kopf verdrehen zu müssen. Klingt vielleicht blöd, aber da wir unheimlich gerne ausgedehnte Ausflüge mit dem Beiboot machen, ist es im Kanadier ein Segen, nicht mehr permanent quer zur Fahrtrichtung zu sitzen und den Kopf verdrehen zu müssen.

Das Boot macht uns jedenfalls jetzt schon riesigen Spaß und wenn es draußen nicht gerade kacheln würde, wären wir wahrscheinlich schon wieder damit unterwegs.

Aber so ist es unter Deck dafür umso gemütlicher.

In diesem Sinne:

Frohe und gemütliche Weihnachten

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