In Macon

Ich war gerade eben, mit Phil Collins im Ohr, erneut in der Capitainerie und hab verlängert: „One more night…“
Mittlerweile macht der Hafenmeister schon jeden Tag seine Scherze und heute meinte er, nachdem ich die Rechnung bezahlt hatte, ich solle noch kurz warten. Dann ging er nach hinten und kam mit einem großen Karton zurück. Ob ich den für all die Rechnungen haben möchte, fragte er. Dabei hat er sich fast scheckig gelacht. Und ich muss sagen, auch ich kann so langsam über dieses anhaltende Hochwasser nur noch lachen. Anders lässt es sich kaum noch ertragen.

Ich bin übrigens mittlerweile seit ein paar Tagen in Macon. Wunderschöner Hafen, nette Menschen, schöne Umgebung.

Nach dem letzten Hochwasser konnte ich an gerade mal 4 Tagen fahren, bevor die nächste, noch schlimmere, Hochwasserwelle da war. Es ging allerdings nur sehr zäh vorwärts, weil immer noch eine Menge Wasser die Rhone hinunter geflossen ist.
Am ersten Tag bin ich so lange wie möglich gefahren und hab abends an einer Kaimauer mit Hilfe der Erdnägel in einem engen, abgelegenen Kanalstück festgemacht. Drei Schiffe kamen in der Nacht mit hohem Tempo vorbei und obwohl ich Eos mit fast allem was zur Verfügung stand abgefendert hatte, ist ein Fender abgerissen und die Reling hat die Spundwand geknutscht. In der Kajüte sah es anschließend aus wie auf einem Schlachtfeld. Auf Seegang war ich irgendwie nicht eingestellt.
Am nächsten Tag bin ich ebenfalls lange gefahren, um so weit wie möglich nach Norden zu kommen. Es ging raus aus der Rhone! Endlich! Vor der letzten Schleuse hat man mich nochmal zappeln lassen. Keine Reaktion auf meinen Funkspruch, keiner ging ans Telefon, keine Änderung der Lichtsignale. Irgendwann bin ich nach oben gelaufen um zu schauen, ob vielleicht ein Schiff nach unten geschleust wird. Aber kein Schiff da. Also wieder zurück zum Boot und hartnäckig gefunkt. Irgendwann hat der Schleusenwärter dann geantwortet und die Schleuse vorbereitet. Nach einer Stunde!
Dann bin ich in die Saone abgebogen und durch Lyon. Mehr als eine Vorbeifahrt, wenn auch eine sehr schöne, war es nicht. Abends dann ein schöner kleiner Anleger bei einem verlassenen Yachtclub und am folgenden Tag erneut früh los, um Macon zu erreichen. Dort kam ich bei weiter steigendem Pegel quälend langsam voran und hab am erstbesten Stadtanleger festgemacht. Nur noch schnell was essen und ab in die Koje!
Am 4. Tag habe ich Eos die knapp 2 Meilen weiter bis zum Hafen in Macon durch den Wald aus Treibholz auf der Saone gefädelt.
Und hier ist nun wieder Stillstand. Keine Bewegung mehr im Hafen, seit Tagen. Die Schleusen sind dicht und die Sperrtore an den Wehren geöffnet. Eine Crew hat bereits den Plan, Nord-Schweden noch in diesem Jahr zu erreichen, aufgegeben und auch das Boot neben mir ist mittlerweile verlassen.

Morgen will ich vielleicht weiter, erzähle ich jeden Tag dem Hafenmeister. Auch darüber lacht er sich jedes mal kaputt und zeigt auf das Angebot für den Jahresvertrag.

Morgen will ich vielleicht weiter…

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Wie kommt man da hoch?

IMG_6467 Baumstämme auf der RhoneKommt man da überhaupt noch hoch, bei solchen Bedingungen? Gemeint ist die Rhône, mit ihrem stetig stärker werdenden Gegenstrom. Eigentlich sollte es mit jedem Kilometer flussaufwärts besser werden, sprich die Fließgeschwindigkeit sollte nachlassen. Würde auch so sein, aber eben nur, bei gleichbleibendem Pegel. Der Pegel ist aber leider nicht konstant, sondern steigt durch die enormen Regenmengen immer weiter an. Und so kommt es, dass es nicht besser, sondern immer schwieriger wird, bergauf zu fahren.
Meine Gedanken kreisen deshalb ständig um die Frage: „Wie komme ich mit Eos da hoch?“
Vor allem, wie komme ich da hoch, ohne zu viel Risiko einzugehen.

Von den Crews, die ich in den Häfen und an Kais treffe, kommen die meisten von Norden und fahren bergab. Ich frage deshalb so oft es geht nach den Bedingungen für meinen nächsten Abschnitt. Was ich dann zu hören bekomme ist selten positiv. Von bis zu 6 Knoten Fließgeschwindigkeit an Engstellen wird da berichtet. Man erzählt mir von viel Treibholz und einem verbogenen Propeller.
Hört sich nicht gerade berauschend an.

Trotzdem werfe ich am 30. Mai den Bukh wieder an und löse nach wirklich langer Warmlaufphase die Leinen. Ich warte deshalb so lange, weil ich den Motor nur wenige Meter hinter dem Steg bereits mit voller Drehzahl belasten muss, um nicht von der Strömung auf die Flachstelle geschoben zu werden. Nach dieser etwas heiklen Ecke geht es endlich wieder vorwärts. Allerdings nur mit gerade mal 1,2kn über Grund. Die paar Meter bis zur nächsten Schleuse ziehen sich wie Kaugummi. Danach geht es, wie fast immer, zunächst ein wenig zügiger weiter. Das liegt daran, dass unmittelbar oberhalb der Schleusen das Wasser am höchsten aufgestaut ist und in der Regel die größte Wassertiefe herrscht. Teilweise zeigt das Echolot bis zu 30 Meter unter dem Kiel an. Bei so einem riesigen Querschnitt ist die Fließgeschwindigkeit entsprechend niedrig. Aber das ändert sich recht schnell und mit jedem Kilometer auf dem Weg zur nächsten Schleuse wird der Gegenstrom stärker.
Dass Eos bei 6kn, mit denen uns das Wasser manchmal entgegen kommt, nicht rückwärts fährt, liegt nur daran, dass ich sie sehr dicht am Ufer halte. Dort fließt das Wasser langsamer als in der Mitte. Ebenso ist es in Kurven auf der Innenseite deutlich langsamer. Und so hangel ich mich entlang. Wechsel häufig die Seiten, suche die optimale Linie und lasse meine Augen in einem Kreis über Wasseroberfläche, Echolot und Geschwindigkeitsanzeige wandern. So wie ich es im Rhein gelernt habe. Das hilft hier sehr. Oft bin ich mit Eos sogar schneller als deutlich größere Boote oder kann wenigstens mithalten.
Manchmal werfe ich auch zusätzlich den kleinen Außenborder an, den ich mittlerweile an einem Hilfsspiegel am Heck montiert habe. Das bringt etwa 0,3kn. So manches Mal das Zünglein an der Waage.
Und so geht es im Schneckentempo bergauf. Etappe für Etappe schleiche ich auf der 2m Tiefenlinie am Rand entlang. Ich stehe fast die gesamte Zeit an der Ruderpinne, um ja nicht irgendeine Untiefe zu übersehen und auf Grund zu laufen. Aber es geht, Eos und ich kommen da hoch!

Zwischenzeitlich „feiere“ ich abends, an einem kleinen Ponton im Strom meinen Geburtstag mit einem Kuchen aus der Dose und komme am 2. Juni sicher in Condrieu an. Ein Hafen, der Schutz vor dem weiter steigendem Wasser bietet. Weiterfahren ist ab hier unmöglich. Es kommen Massen an Wasser, Baumstämmen und Müll die Rhône runter.
In Condrieu ist deshalb seit einer guten Woche Stillstand. Es fahren keine Sportboote mehr und auch die Berufsschifffahrt ist deutlich reduziert.

IMG_6469 Kühlschrank

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Kurzurlaub in Cruas

IMG_0687 Straße nach SüdenVor ein paar Wochen auf dem Heimweg sind mir schon einige Tramper aufgefallen, aber da ich allein unterwegs war, bin ich an ihnen vorbei gefahren.
Dieses mal habe ich jedoch nach einer Gedenksekunde angehalten, als ich die beiden jungen Frauen direkt hinter der ersten Mautstelle habe stehen sehen.
Auf ihrem Schild stand „Lyon“, da komme ich auf jeden Fall hin, die beiden waren mir direkt sympathisch und Englisch konnten sie auch sehr gut. Beste Voraussetzungen, denn es war ein weiter Weg nach Lyon.

Die bisher eintönige Fahrt hatte mich mittlerweile etwas müde gemacht, aber Julianne und Angelique haben mit mir über Gott und die Welt gequatscht und schon war ich wieder munter. Die beiden waren im Kurzurlaub und nun auf dem Heimweg.
Als ich erzähle, dass ich mir für diese Fahrt etwas Sorgen gemacht habe, was das Tanken angeht, da durch Streiks bereits jede dritte Tankstelle in Frankreich geschlossen war, erfahre ich, dass die Situation auf dieser Strecke noch nicht so angespannt sein soll. Tatsächlich war keine Tankstelle an der Autobahn geschlossen, lediglich an einer sollte ich die (begrenzte) Menge im Voraus wählen und bezahlen.
Die Zeit verging viel schneller für mich, als auf den Strecken, die ich allein gefahren bin. In Valence habe ich die beiden Tramperinnen wieder abgesetzt.

In Cruas angekommen, musste ich mich erst mal akklimatisieren. Bei winterlichen 6°C und dickem Nebel bin ich frühmorgens am Niederrhein losgefahren und bei gefühlten 36°C und strahlendem Sonnenschein in Südfrankreich angekommen.
Bis auf einen Tag, sollte das Wetter dann auch so sommerlich bleiben. Die Gegend hat mir sofort gefallen, kleine Dörfer mit engen Gassen, der Liegeplatz mit Blick auf die Rhône, links und rechts umgeben vom Mittelgebirge und wie sollte es auch anders sein, einem Jakobsweg in direkter Nähe.

Da Nico sowieso nur mehr schlecht als recht gegen die starke Strömung ankam, haben wir entschieden diese Tage einfach mal zu genießen. Ein Filmabend, Eisessen im Cockpit, Wanderungen, eine Einladung aufs Nachbarschiff und die Erkundung eines mittelalterlichen Dorfes, haben für reichlich Abwechslung gesorgt.

IMG_0730 CruasDie Ruinen des Mittelalterdorfes sind schon teilweise so weit restauriert, dass sie wieder bewohnbar sind. Die Gemeinde Cruas hat sich das große Ziel gesetzt, in einem 25-30 Jahre dauernden Projekt, das alte Dorf wieder zu beleben, aber es so ursprünglich wie möglich zu belassen. Es war spannend, durch diese dicken, alten Mauern zu wandern und sich vorzustellen, wie es mal ausgesehen hat. Im Gegensatz zur mittelalterlichen Stadt in Carcassonne gibt es hier noch keinen Tourismus. Man kann die alten Gebäuden betreten und alles in Ruhe anschauen.

Nachdem wir unsere Kräfte gut aufgetankt hatten und Eos wieder mit Diesel und Proviant ausgestattet war, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Nico mit Eos auf der Rhône und ich mit dem Auto auf der Strasse.

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Wenns mal wieder länger dauert

IMG_6159 RhoneMeine Laune am Tiefpunkt, der Bukh am Drehzahllimit, Eos nicht weit entfernt von ihrer maximal erreichbaren Rumpfgeschwindigkeit. Trotzdem schwankt die Anzeige auf dem GPS Navigator zwischen 0.0 und 0.1 kn über Grund! So präsentierte sich mir die Rhône stellenweise am ersten Tag.

Zunächst läuft alles noch ganz gut. Leinen entspannt im Kanal gelöst, die erste große Schleuse zur Kleinen Rhône ohne Wartezeit passiert und in eben diesem ruhigen Flussabschnitt, mit gerade einmal 1,5 kn Gegenstrom, sehr gut bergauf gefahren. Hier bin ich noch mit der gleichen Drehzahl wie im Kanal unterwegs gewesen und kam damit vorwärts.
Vorbei war der Spaß dann ab der Einmündung zur Rhône. Obwohl ich sofort auf die Kurveninnenseite bin, kam ich nur noch mit etwa 1,5kn vorwärts. Meine Idee, den Autopiloten endlich wieder für mich fahren lassen, verworfen. Von Hand so nah wie möglich am Ufer entlang steuern war jetzt angesagt, um nicht auf der Stelle zu stehen.
An einer der Brücken habe ich dann etwa eine Viertelstunde gebraucht, um durch zu kommen, an der nächsten stand Eos bereits 100m davor auf der Stelle. Auf der nicht erlaubten Seite ging es dann doch. Wartezeit an der folgenden Schleuse über 2 Stunden. Das Schleusen selbst ist um einiges leichter als in den kleinen Kanalschleusen, denn hier gibt es Schwimmpoller. Per Funk anmelden (nicht zwingend notwendig), rein fahren, anlegen und mit der Mittelleine festmachen, mehr nicht.
Spät Abends mache ich Eos an einem ungeschützten Ponton quer zur Strömung für 25 € die Nacht fest, ohne Quittung. Aber die Dusche war Klasse. Meine erste, seit… ? Ja, seit wann eigentlich? Irgendwo im Canal-du-Midi hatte ich zuletzt geduscht, danach gab es diesen Luxus nicht mehr. Jene Dusche hier wurde mir vom Hafenmeister auch stolz präsentiert und als Preisargument in den Vordergrund gestellt.

Dieser Start in die Rhône hat mir gründlich die Laune verdorben. Die Pegel fingen nach einer etwa zweiwöchigen, sehr ruhigen Phase genau an dem Tag an zu steigen, als ich in den Fluss abgebogen bin. Zum Glück wusste ich zu dieser Zeit noch nicht, das dieses ansteigen nicht auf ein paar Tage begrenzt war, sondern bis in den Juni weiter gehen würde und dort nach unzähligen Unwettern in halb Europa seinen traurigen Höhepunkt finden sollte…

Also bin ich am nächsten Tag weiter, bis zu einem geschützten Hafen, in einem alten Seitenarm. Dann kam der Mistral. Sturm bei blauem Himmel. Absolut faszinierend, aber auch nur ein zwei Tage lang, dann nervt der Mistral einfach nur noch und macht krank. Hervorgebracht wird dieser berühmte Wind durch ein Hochdruckgebiet auf dem Atlantik und ein Tiefdruckgebiet über Zentraleuropa. Die Gegenläufige Drehung der beiden riesigen Windsysteme führt zu einem starken bis stürmischen Wind, der von Nord nach Süd durchs Rhônetal fegt. Er ist unglaublich konstant, kaum böig und während es rund um die Uhr ununterbrochen stürmt, brennt dabei am Tag die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Er trocknet alles aus. Die Böden und auch die Atemwege der Menschen. Am dritten Tag ist die Luftfeuchtigkeit selbst in der Kajüte im Keller und ich bin erkältet. Bei blauem Himmel und 20°C.

Nach ein paar Tagen ist er endlich wieder weg, der Mistral und ich nutze diese kurze Verschnaufpause, um in den folgenden zwei Tagen den nächsten Hafen zu erreichen. Am ersten Tag komme ich in 13 Stunden 35 Seemeilen weit und mache ziemlich müde an einer Art Stahlgerüst mitten im Strom fest. Beim dritten Versuch gelingt das Anlegemanöver ohne Kratzer. Leinen fest für eine Mütze schlaf, während draußen die Gewitter toben.
Am nächsten Tag ein paar Meilen weiter nach Cruas. Ein richtiger Hafen. Und auch noch der bisher beste, seit ich Port Medoc verlassen habe. Der Hafenmeister ist zwar anfangs ein wenig streng und spricht kein Wort Englisch, dafür ist hier aber alles in einem absoluten Top Zustand zum fairen Preis. Hier trauen sich nicht mal die Enten, auf den Steg zu kacken.

Ich bezahle zunächst nur für zwei Tage und will den nächsten Mistral abwarten. Als der Mistral dann wieder nachlässt kommt das Wasser. Also, noch mehr Wasser.
Mit Eos hätte ich, auch wenn ich wollte, keine Chance bei so einer starken Strömung den Hafen sicher zu verlassen, denn die kurze Einfahrt liegt auf der Außenseite und bereits bei meiner Ankunft hatte das Wasser hier eine so hohe Geschwindigkeit, dass ich Eos nur mit sehr wenig Überschuss an den Untiefen vorbei dort rein fahren konnte.
Also buche ich eine Woche und warte darauf, dass Sabrina mich in ihrem nächsten Kurzurlaub hier besuchen kommt.
Bis dahin repariere ich ein paar Kleinigkeiten an Eos und verbringe die Tage oft an Bord bei meinen neuen Bootsnachbarn Peter & Dagmar.
Die beiden sind mit ihrer Motoryacht hier, kommen gerade aus dem Mittelmeer und warten ebenfalls auf besseres Wetter. Ich habe sie bereits im letzten Hafen kennengelernt. Sie sind auch auf dem Heimweg, müssen allerdings noch etwas weiter nach Norden als ich. Helgoland ist der Heimathafen von Pedas Dream, so heißt das Schiff.

Neben Pedas Dream wirkt Eos doch etwas winzig.

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Vom Meer und mehr

FILE8457 im SalzwasserAm 5. Mai, früh morgens, musste ich mich wieder von Sabrina verabschieden. Sie hat sich mit dem Auto auf den langen Heimweg gemacht und ich habe die Erdnägel wieder gezogen und die Leinen gelöst. Weggekommen bin ich trotzdem erst mal nicht. Eos hatte sich in den zwei Tagen mit jeder Miniwelle näher ans Ufer und damit immer weiter mit dem Steuerbordkiel in den schlammigen Grund gearbeitet. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich sie dort raus gezogen hatte. Anschließend bin ich los, in das letzte Teilstück des Canal-du-Midi. Wie es mir dabei ging? Ich war traurig, der Nachrichten der letzten Tage wegen und weil ich Sabrina so gerne dabei gehabt hätte. Wäre diesen Weg viel lieber zu zweit, statt Einhand gefahren.

Genau 10.28 Uhr lag sie hinter mir, die letzte Schleuse in diesem langen Kanal vom Atlantik zum Mittelmeer. Der Canal-des-deux-Mers, der Kanal der zwei Meere, wie ihn die Franzosen auch nennen. Durch 151 Schleusenkammern bin ich dabei mit Eos gefahren. 190 Meter nach oben und 190 Meter wieder runter zum Meer. Jetzt war ich da, bin in den Etang de Thau gefahren, einer 75 Quadratkilometer großen Lagune des Mittelmeers, mitten in einer Regatta. Fünf Windstärken gegenan und Sonnenschein. Eines der Begleitboote der Regatta kam zu mir und ich wurde informiert welche Route gesegelt wird und welcher Kurs für mich optimal ist.
Danach war Entspannung angesagt. Zwei Stunden unter Autopilot im Cockpit liegen. Salzige Gischt ins Gesicht, Wind um die Nase und Wellengang fast wie auf dem Ententeich. So gut wie nichts, absolut nichts. Hätte man hoch am Wind auch sehr schön segeln können.
Segeln…
Das war es was mir durch den Kopf ging. Mast stellen im nächsten Hafen und mal für ein Jahr in dieses Meer abbiegen…
Sabrina und ich haben in der Vergangenheit oft darüber nachgedacht. Es gibt viel zu entdecken, hier könnte man leicht einige Jahre verbringen. Würde dann auf Jahresurlaub an Bord hinaus laufen, teuren Jahresurlaub an Bord. Ne, das ist es nicht, was uns vor Augen schwebt, so verlockend es auch ist.
Ich erfreue mich an dem Gedanken, dass Eos jetzt immerhin hier war. Für zwei Stunden ihre Kiele durchs Mittelmeer gezogen hat. Ich bin zufrieden damit und als ich an Sète vorbei fahre und in den nächsten Kanal einbiege, hänge ich mit meinen Gedanken bereits in der Rhône.
Die Leinen mache ich an diesem Tag in Frontignan fest. Ein kostenloser, hübscher Stadtanleger. Für Strom und Wasser muss man einen kleinen Obolus an einem Automaten entrichten.

Am nächsten Tag fahre ich früh los, muss um kurz nach 8 Uhr durch eine Hubbrücke, die nur zwei mal täglich geöffnet wird und quäle mich den Rest des Tages mal wieder durch Dauerregen den Kanal entlang.
Der Canal du Rhône à Sète ist meine Verbindung vom Mittelmeer zur Kleinen Rhône. In weiten Teilen ist er langweilig, was das Fahren angeht, sehr gerade und uninteressant. Die Landschaft neben der Strecke hat allerdings ihren Reiz.
Die Flamingos in den Salzseen, die man an manchen Stellen zu Gesicht bekommt, faszinieren mich und ich habe das Glück, zwei frei lebenden Camargue-Pferden zu begegnen. Sie stehen direkt am Ufer und schauen Eos hinterher.
Am Abend mache ich wieder an meinen Erdnägeln fest. Der nächste ordentliche Hafen ist mir zu teuer, zumal der Wetterbericht drei Tage mit schlechten Bedingungen für den Start in die Rhône voraussagt. Also bleibe ich mitten in der menschenleeren Carmague im Grünen liegen, mache bewusst weit vor der nächsten Stadt fest. Hier bin ich allein, habe meine Ruhe, kann ein paar Dinge am Boot erledigen und Fotos machen. Mir gelingt zum ersten mal ein guter Schnappschuss von einem Eisvogel.
Leider regnet es in diesen Tagen sehr viel, so das ich die meiste Zeit im Boot bleibe.

Am 12. Mai starte ich wieder den Bukh und lege ab. Es geht in die Rhône nach Norden. Wie es mir dort ergangen ist erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

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Videoupdate #24

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Carcassonne und wie es weiter ging

IMG_5664Am 30.04. fahre ich, mal wieder bei Regen, nach Carcassonne. Mittlerweile bin ich dieses Wetter gewohnt. Habe mein Zelt über den Mast gelegt und stehe darunter, dick eingepackt in Ölzeug. In Südfrankreich, ein paar Stunden vorm 1. Mai.
Die wenigen Schleusen bis Carcassonne sind schnell gemacht. An einer treffe ich auf Metin, den Schleusenmeister. Wir unterhalten uns zunächst auf Englisch, dann meint er, dass sein Deutsch wesentlich besser sei und wir plaudern über seine Zeit in Bremen, Frankreich und den Job am Kanal. Hätte gerne länger dauern können, aber ich muss weiter und mache gegen Mittag endlich in Carcassonne fest.
Geschafft!
Carcassonne war mein großes Ziel dieser Reise für den 30. April. Hier wollte ich mich mit Sabrina treffen.
Am Abend kommt sie, nach einem 1.300 Kilometer Nonstop Etmal, mit unserem Auto hier an. Endlich wieder zu Zweit an Bord!

Die Zeit nach dem Wiedersehen wurde allerdings von der Nachricht über den plötzlichen, unglaublich frühen Tod eines guten Freundes überschattet. Die Stimmung an Bord ist stark getrübt. Wir bleiben noch zwei Tage im Hafen und fahren dann mit gemischten Gefühlen weiter in Richtung Mittelmeer. Sabrina mit dem Auto von Schleuse zu Schleuse nebenher, oder ich im Auto und Sabrina mit Eos im Canal-du-Midi.
Es fällt schwer, Spaß dabei zu haben. Trotzdem freuen wir uns über die kurze Zeit gemeinsam.
Sabrina fährt Eos zum ersten Mal Einhand und obwohl sie schon lange nicht mehr mit ihr unterwegs war, klappt alles wunderbar.
Nur der Tag an den Schleusen in Beziers läuft überhaupt nicht rund. Wir brauchen etwa 5 Stunden für die Schleusentreppe und die anschließende einzelne Schleuse im Ortskern. In den 5 Stunden müssen wir etwa 4 Stunden warten. Koordination? Information? Fehlanzeige.
Das Gelände um die Treppe selbst ist eine große Baustelle, komplett abgeriegelt, mit hohen, abgeschlossenen Zäunen. Sabrina braucht etwa eine Stunde, um zum Boot zu kommen. Es gelingt am Ende nur, weil der Kapitän einer großen Peniche sie mit seinem Schiff von der einen zur anderen Seite übersetzt.
Am Ende dieses Tages, am 05. Mai, erreichen wir im Prinzip das Mittelmeer. Eos wird an den Erdnägeln, etwa 1,5 Kilometer vom Meer entfernt, im Kanal festgebunden und wir bleiben zwei Tage hier, bevor Sabrina wieder mit dem Auto zurück nach Deutschland fährt.

Ich überlege, ob ich Eos eine Weile allein im Kanal lasse und mit zurück fahre, aber entscheide mich schließlich schweren Herzens dagegen und bleibe an Bord.

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Besuch an Bord

IMG_5469 KatzeAls ich noch in Toulouse im Hafen lag, hatte ich unerwarteten Besuch. Sie hat mir kurz einen Schreck eingejagt, als sie mich mit ihren großen, blauen Augen durch das Fenster angestarrt hat. Eine schnuckelige, dreifarbige Katze.
Bleiben wollte sie nicht und ist kurze Zeit später wieder von Bord gegangen. Ich konnte ihr auf die Schnelle auch nichts anbieten. Auf so einen Besuch war ich einfach nicht vorbereitet.
Am nächsten Tag habe ich eine kleine Menge Katzenfutter besorgt, falls der Streuner oder die Streunerin nochmal wiederkommen sollte, um anzuheuern. Aber ich habe vergeblich gewartet. Das hübsche Tier hat sich leider nicht nochmal blicken lassen.

Also bin ich am 27.04. wieder los. Raus aus Toulouse und vorbei an einer Schlange von Dauerliegern. Kilometerlang lagen die Penichen am Kanalufer. Manche hatten ihre beste Zeit schon lange hinter sich, manche waren auch wunderschön restauriert und zu einem Haus auf dem Wasser umgebaut.
Bis auf die Penichen, einer defekten Schleuse und einer Grundberührung mittig im Fahrwasser, hatte der Tag nichts spektakuläres zu bieten. Die Grundberührung hatte ich kurz vor einer Schleuse. Zum Glück war der Propeller bereits ausgekuppelt und Eos nicht mehr allzu schnell. Das Boot stand mehr oder weniger sofort und ich wäre fast in die Kajüte gepurzelt. An der Stelle war das Wasser vielleicht noch einen dreiviertel Meter tief. Wir saßen mit beiden Kielen auf Grund. Nur das linke Drittel des Kanals war noch befahrbar. Erkennen konnte man das im Vorfeld nicht. Eos ließ sich mit etwas Gas wieder zurück fahren. Dann ging es vorsichtig weiter.
Am Abend war ich in Negra und habe an einem kleinen Stadtanleger übernachtet.

Der 28.04. war der Tag, an dem ich endlich die Scheitelhaltung erreicht habe. Der höchste Punkt des Kanals, auf etwa 190 Metern über dem Meer. Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr davon versprochen. Es soll ein Denkmal für den Erbauer geben. Gesehen habe ich davon nichts. Die Anlegemöglichkeiten sind auch eher bescheiden. Der Kanal ist in der Scheitelhaltung so schmal, das man nur kurz vor der Schleuse Platz hätte, ohne jemanden zu behindern. Dieser Platz ist allerdings für Boote vorgesehen, die geschleust werden wollen. An einer anderen Stelle war das Ufer viel zu flach für Eos. Also bin ich weiter gefahren, habe mich aber trotzdem sehr gefreut, oben angekommen zu sein. Mit der Schleuse L’Ocean hatte ich sie hinter mir, die letzte Schleuse nach oben. Ab jetzt geht es bis zum Mittelmeer nur noch bergab. Das ist wesentlich leichter, als Einhand in den kleinen Schleusen aufwärts zu fahren.

Leider hat sich während meiner Fahrt durch die Scheitelhaltung langsam raus kristallisiert, dass ich an diesem Tag nicht mehr den nächsten Hafen erreichen kann und wahrscheinlich irgendwo im Niemandsland festmachen muss.
Aber es kam mal wieder anders. Ich habe vor der ersten Schleuse nach unten zunächst festgemacht und meine Leinen umgebaut, um Eos leichter abwärts bringen zu können. Anschließend bin ich in die Kammer gefahren. Wie gewohnt allein. Während ich Eos an der Mittelleine an einem Poller halte, sagt der Schleusenmeister vor sich hin: „Zwei Boote.“
Tatsächlich, hinter mir taucht eine Motoryacht auf und schiebt eine ordentlich Bugwelle vor sich her. Eine Premiere. Die erste Schleuse, in der ich nicht allein bin. An Bord der Yacht, zwei Freunde aus England. Der Anleger in der Schleuse war schnell und richtig gut. Die beiden haben ihr Boot im Griff und hinter uns schließt sich das Tor.
Während es nach unten geht, erzählen sie mir, dass sie heute unbedingt noch zum nächsten Hafen nach Castelnaudary wollen.
Wir besprechen uns kurz und als sich das Tor öffnet, ist die Motoryacht und Eos bereits in Bewegung. Ich fahre mit hoher Drehzahl und versuche möglichst dran zu bleiben. Die Motoryacht ist allerdings deutlich schneller. Trotzdem passt der Ablauf perfekt. Die beiden fahren vor, einer springt ab, öffnet die Schleuse. Dann fahren sie in die Kammer und ohne dass Zeit verloren geht komme ich mit Tempo hinterher gefahren. Einer steht dabei schon mit der Hand auf dem Knopf bereit und es geht bereits abwärts, wenn ich gerade eben die Leine um den Poller geworfen habe.
Die beiden sind meine Chance, doch noch den Hafen zu erreichen. Leider haben wir an einer Schleuse Gegenverkehr und müssen warten, ansonsten läuft das Rennen wie geschmiert. Und wo wir schon beim Thema sind, es wechselt eine Menge Bier von der Motoryacht den Besitzer und die Schleusenmeister helfen mit. Die Hoffnung, dass wir ein wenig in den Feierabend überziehen dürfen wächst und wir kommen immer näher an die letzte Schleuse des Tages.
Es klappt, wir werden noch einmal abwärts geschleust und nochmals wechselt Hochprozentiges den Besitzer. Alle sind glücklich und ich fahre nun entspannt hinter der Motoryacht Castelnaudary entgegen.
Als ich dort ankomme, drehe ich noch eine kleine Runde durch den See, bevor ich Eos am Stadtanleger festmache.

Kurze Zeit später steht jemand neben dem Boot und wir kommen ins Gespräch. Hocine ist neugierig, woher ich komme und wohin ich will. Wir reden übers Reisen, Segeln und sind irgendwann bei Peace und U2. Die Wellenlänge stimmt und ich komme spät in die Kajüte.
Am nächsten Morgen steht Hocine vor Eos und ich gucke verschlafen aus dem Boot. Dachte zuerst, er wollte nur Tschüss sagen, aber nein, er will mit!
Ich überlege kurz und sage schließlich: Ja!
Während ich Eos startklar mache, besorgt er noch Jacke, Mütze und etwas Proviant für den Tag und wir gehen, nach einer kurzen Einweisung, gemeinsam auf die nächste Etappe. Für Hocine die erste Fahrt an Bord einer Segelyacht.
Durch die Schleusen kommen wir heute super schnell. Ab jetzt muss ich sie auch nicht mehr selbst bedienen. Ab Castelnaudary sind bis zum Mittelmeer noch an allen Schleusen Schleusenmeister. Durch Hocine erfahre ich heute auch viel mehr. Denn er bekommt natürlich viel schneller die unterschiedlichsten Infos von den Leuten am Kanal, als ich das mit Fremdsprachen sonst schaffe.
So vergeht die Fahrt fast wie im Flug, bei tollem Wetter und interessanten Gesprächen.

Abends machen wir die Leinen in Bram fest, quatschen noch eine Weile und Hocine geht schließlich wieder von Bord und fährt mit dem Bus zurück nach Castelnaudary.

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Weiter durch Südfrankreich

IMG_5185Mir war nicht langweilig in letzter Zeit. Merkt ihr wahrscheinlich daran, dass der letzte Bericht schon eine ganze Weile her ist.
Die Fahrt mit Eos durch Südfrankreich lässt mir nicht viel Zeit für irgend etwas anderes. Ich fahre früh los und mache meistens erst spät nachmittags irgendwo die Leinen fest. Wo das ist, kann ich manchmal planen, manchmal macht mir auch irgendetwas einen Strich durch die Rechnung. Es kommt vor, dass mal eine Schleuse nicht funktioniert oder ich mit Menschen am Ufer ins Gespräch komme. Dann wieder regnet es häufig, so dass ich schon ein, zwei Stunden früher festmache oder ein Anleger ist schlicht weg so belegt, dass kein Platz mehr für Eos ist. Das kam allerdings nur einmal vor, ansonsten sind die Anleger und kleinen Häfen eher ziemlich unterbelegt.
So ist fast jeder Tag ausgefüllt mit Überraschungen und abends bleibt nur noch wenig Zeit zum Gegend erkunden, Essen kochen, nach Hause telefonieren und der Wartung am Boot.
Aber es geht mir gut im Garonne-Seitenkanal. Er ist wunderschön und wenig befahren. Bis zum Ende des Kanals in Toulouse taucht hinter Eos nicht ein einziges anderes Boot auf. Auch vor uns fährt niemand. Nur ganz selten kommt mal ein Hausboot entgegen. Sehr selten…
In allen 53 Schleusen bis Toulouse bin ich allein. Damit hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Aber immer wieder komme ich mit Menschen an den Schleusen ins Gespräch und manchmal auch mit Mitarbeitern vom VNF, die gerade etwas an einer Schleuse reparieren. Anrufen muss ich wegen eines Ausfalls an Schleusen beim VNF in der Zeit nur drei mal. Es geht dann immer ziemlich schnell, bis jemand kommt und das Problem recht zügig beseitigt.
Fast alle Schleusen bediene ich selbst und es macht mir Spaß. Die Schleusen bringen Abwechslung und geben mir die Chance, mich ein wenig zu bewegen. Denn meinem Rücken tut das permante Stehen an der Ruderpinne überhaupt nicht gut. Aber anders geht es nicht. Die Fahrrinne ist schmal und man muss ständig aufpassen, nicht gegen einen im Wasser liegenden Baumstamm zu fahren.

Ich komme bis Toulouse an vielen kleinen Orten vorbei. Manchmal würde ich gerne ein, zwei Tage bleiben, um mehr von der Gegend zu sehen. Aber selbst die kurzen Ausflüge neben dem Kanal lohnen sich. Tourismus ist nur wenig vorhanden. Das gefällt mir.

In der Gegend um Moissac erlebe ich einen der schönsten Tage bis dahin. Ich fahre mit Eos eine ganze Zeit lang auf einem der Jakobswege und treffe viele Pilger. Unter anderem eine Gruppe aus Straßburg, drei Freunde aus dem Elsass und eine junge Pilgerin, die mich überreden wollte, doch mit nach Santiago zu kommen. Aber ich bin nicht schwach geworden. Habe, wenn auch schweren Herzens, meinen Kurs beibehalten.
Die Blicke mancher Pilger hättet ihr sehen sollen. So weit weg von Santiago spricht dich sonst eigentlich kaum jemand an, erkennt fast niemand, was du vor dir hast. Ich bin dann jedes mal, wenn ich Pilger gesehen habe, ganz langsam ran ans Ufer, hab gegrüßt und dann nur mit dem Finger in die Richtung gezeigt und gefragt: „Camino de Santiago?“
Wie sich der Gesichtsausdruck plötzlich verändert hat. Unbeschreiblich…
Und ich hatte ständig nen Kloß im Hals. War für eine Weile wieder ein bisschen Pilger. Viele schöne, leider viel zu kurze, Begegnungen waren das.

Wenige Tage später, am 24.04. komme ich schließlich abends in Toulouse an. Ich fahre gleich in den Canal du Midi, denn der erste Hafen ist eher eine Art Abstellplatz für ein paar wenige Boote, sonst ist dort nichts, außer der Autobahn nebenan. Also mache ich nach den ersten drei Schleusen in diesem Kanal im Hafen Saint-Sauveur fest und kann kurz vor Feierabend noch so gerade eben eine Dusche ergattern. Dann ist Pause angesagt. Garonne-Seitenkanal geschafft, Canal-du-Midi voraus.

Ich habe ihn genießen können, den Kanal neben der Garonne. Trotz viel Regen und wenig Sonne. Er hat es mir angetan, mit seinen alten Bäumen am Ufer, der Ruhe und den kleinen Orten und Anlegern.

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On the road again…

IMG_20160429_170503 NaviGerade mal 4 Wochen ist es her, dass ich Nico und Eos in Port Medoc allein gelassen habe und zurück nach Deutschland gefahren bin. Für mich vergingen diese Wochen recht schnell, auf der Arbeit bin ich gut abgelenkt und an den Wochenenden habe ich schon wieder Besorgungen gemacht für Eos. Ab und zu konnten wir skypen, aber es ist natürlich trotzdem nicht das Gleiche.
Manchmal hat Nico so viel an einem Tag erlebt, dass er es gar nicht alles in der kurzen Zeit erzählen konnte. Zum Glück ist es nur eine absehbare Zeit und jetzt kann ich erst mal für eine Woche wieder mit an Bord. Vorher liegen allerdings erstmal 1257 Kilometer dazwischen. Diesmal versuche ich es ohne Übernachtung.
Der Modus ist startklar, alles gepackt und Musik zum munter bleiben (nach dem Motto: sing along and stay awake) ist vorbereitet, jetzt heißt es: Früh ins Bett, früh los und gut ankommen :-)

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