900 Meter Garn und eine Nadel

Das ist die Bilanz, nachdem ich ein Großsegel und eine Genua umgeschneidert habe, damit wir sie als zweiten Segelsatz mitnehmen können. Die 900m Garn sind schnell zusammen, wenn man bedenkt, dass die meisten Nähte im Zickzackstich genäht wurden und dann auch noch doppelt und auf eine Länge von ca. 10m.
Aber jetzt weiß ich wenigstens wie so ein Segel aufgebaut ist, wie die Verstärkungen gearbeitet werden und wo eventuell Schwachstellen sind, die man im Auge behalten sollte, damit man sie direkt ausbessern kann. Die Nadel hätte nicht zu Bruch gehen müssen, da habe ich einfach zu flink genäht und auch da etwas gelernt: Durch 10 Lagen Segelstoff schafft es die Maschine mit Vollgas, aber die Nadel nicht.
Die Reste vom Segelstoff sortiere ich aus und die besten Stücke werden als Reparaturmaterial mitgenommen, so kann ich auch unterwegs die Segel flicken und wir sind nicht auf den nächsten Segelmacher angewiesen, ein gutes Gefühl.
Was ich dafür genutzt habe: Eine Pfaff 260 Nähmaschine, Amann Serafil 30 Nähgarn, Universal- und Jeansnadeln in den Stärken 90-110, je nach Stoffmaterial und Dicke. Zum austauschen der Keder habe ich Polypropylen Tauwerk (3-litzig gedreht 6mm stark) genommen und es mit dem Reißverschlussfuß der Nähmaschine super eng eingenäht bekommen. An den dicksten Stellen musste ich auch mal per Hand die Nähmaschine weiterdrehen, aber ansonsten packt so eine Maschine auch dieses Segelmaterial.Segelwerkstatt1Keder 1   Keder 6Keder 5 Keder 3 Segelwerkstatt2

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