Parallelwelt

Nomade am Gästesteg. (Wesentliches ausgepixelt. Es gibt ja auch ein paar nette Menschen hier, die vielleicht nicht unbedingt mit dem Quatsch in Verbindung gebracht werden möchten.)

Der König meldet sich nicht mehr, der Unbekannte hat sein(e) Matchbox zurück und Nomade liegt wieder am Gästesteg.

Ende gut, alles gut, sollte man meinen. Und ja, eigentlich wäre auch alles gut. Aber nachdem ich zusammen mit Sabrina am Freitag Abend einen weiteren Versuch unternommen habe, Nomade durchs Flachwasser zu bewegen, nachdem es nochmal einen kleinen Anstieg gab, hat mal wieder ein neuer Unbekannter es sich nicht nehmen lassen zu sticheln, kurz nachdem die Leinen fest waren. Es ging wie sonst auch um die Tiefenangaben im Hafen, um die Ausfahrt zum Rhein und so weiter. Ich habe nichts dazu gesagt, es nervt einfach nur noch.

Nomade hat die 155 Meter lange Strecke aus der Box bis zum Gästesteg übrigens in einer sagenhaften Zeit von genau 7 Minuten geschafft. Die Wassertiefe im flachsten Bereich lag bei 1,70m, bei einem Pegel in Wesel von 1,85m. Uns fehlten also 15cm Wasser unterm Kiel. Das es dort so flach ist, damit hätte selbst ich nicht gerechnet. Aber Nomade hats gepackt und sich hartnäckig durch den zähen Schlamm gewühlt.
Glaubt der König vermutlich nicht, aber ist mir auch egal. Wir haben wenigstens ein paar witzige und aufschlussreiche Aufnahmen mehr im Kasten und können mittlerweile auch nur noch über den ganzen Quatsch lachen.

Ich bekomme von 3 Leuten anderer Vereine unabhängig voneinander übereinstimmende Infos über die Wassertiefen, die sich mit meinen eigenen decken und die Profis von der Wasserrettung loten einen Tag nachdem wir verlegt haben die Ausfahrt zum Rhein mit 1,60m bis maximal 1,70m bei einem Pegelwert von 1,77m in Wesel.
Nur beim König ist irgendwie ständig alles „locker über zwei Meter“!
Wenn du dann nachfragst: „Bei welchem Pegelwert?“ bekommst du die Antwort: „Na, bei Niedrigwasser!“

Nur so ne Theorie: Vielleicht setzt sich die Wassertiefe im Hafen bei dem ein oder anderen ja aus Pegel Wesel plus eigenem Pegel zusammen. So kommt man dann schnell von Einssechzig auf über „Swei Meeeter.“

Und so bekommt die Story, die mir jemand erzählt hat, als ich noch nicht „der Arsch“ im Hafen war, eine ganz andere Bedeutung:
„Ja, und dann binnich da raus gefahren und auf einmal, rumms, war die Kiste fest. Voll auf Grund! Frach mich nich, warum. Jedenfalls hatte ich schnell datt Beiboot fettich, aber et war ganz schön knapp, datt kann ich dir sagen…“

(Aber-) Glaube kann bekanntlich Berge versetzen und wenn man ganz besonders gläubig ist, vielleicht auch Sedimente im Wasser.

Jedenfalls glauben wir nicht an den König sondern verlassen uns lieber auf ordentliche Messwerte. Also heißt es jetzt wieder warten, denn wir brauchen einen Pegel in Wesel von mindestens 2,12m, wenn wir mit der berühmten Handbreit Wasser unterm Kiel raus auf den Rhein wollen.

Fortsetzung folgt…

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