Videoupdate #43

Heute ausnahmsweise ein Videoupdate in Englisch. Spielt aber keine große Rolle, denn der Teil im Video, um den es eigentlich geht, hat im Original nicht einmal Ton. Der kurze Film ist sogar ungeschnitten. Den „Schnitt“ habe ich sozusagen direkt beim Dreh gemacht, denn jedes einzelne der winzigen Bildchen war super wertvoll. Die Rede ist von Super 8!
Der Film ist diesmal also echter Film und er wurde wirklich gedreht. Der Aufwand, mit richtigem Film zu drehen ist heute viel höher, als das vor ein paar Jahrzehnten der Fall war. Filme sind schwieriger zu bekommen, Labore die so etwas entwickeln können gibt es kaum noch. Erfahrung hatte ich auch keine, aber ich wollte das unbedingt mal machen!

Die gesamte Kette von der Idee bis zum fertigen Videoupdate geht bis weit ins letzte Jahr zurück und sah so aus:

  • Kamera besorgen
  • Kamera restaurieren
  • Film zum testen besorgen
  • Testfilm drehen
  • Kleinbildfilm selbst entwickeln um das entwickeln für den Super8 Testfilm zu üben
  • Testfilm selbst entwickeln
  • Projektor besorgen
  • Projektor restaurieren
  • Testfilm projizieren und provisorisch digitalisieren

Bis hierhin hat alles gut funktioniert und ich habe mich dazu entschlossen, die sperrige Kamera und eine Rolle Kodak Vision 3 / 50D mit in die Türkei zu nehmen, als ich im Frühjahr zu Nomade geflogen bin.
Die Idee war, einen Film zu machen, der verteilt über die gesamte Reise nichts anderes zeigt als Nomade und Wasser und dabei ein wenig von der Zeit erzählt, die ich unterwegs erlebt habe. Es war eine Reise während der ich überwiegend allein war.
Der Film selbst besteht aus 3520 einzelnen digitalisierten Negativen. Die weiteren Schritte nach dem Dreh sahen so aus:

  • Film ans Labor schicken
  • Projektor zur Abtastmaschine umbauen
  • Schrittmotorsteuerung entwickeln, damit ich nicht jedes Negativ manuell abtasten muss
  • Eine Woche lang mit der Farbtemperatur experimentieren
  • entwickelten Negativfilm abtasten
  • Rückschlag erleiden
  • Abtasten
  • Rückschlag …
  • Verd… *_“§$“
  • Na endlich, die Maschine funktioniert !!!
  • ABTASTEN
  • digitale Farbkorrektur
  • Fehlerkorrektur
  • Rendern
  • Videoupdate schneiden

Auch wenn der Aufand ziemlich hoch war, es war für mich ein sehr schöner und aufschlussreicher Ausflug in die analoge Welt.

Viel Spaß beim anschauen.

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