Eos Deutschlandtour Teil 1 – Goodbye Freiburg

Bullet4s_Bild1 Sperrwerk Freiburg29.04.2013       Zwei kühle Nächte liegen hinter uns und Eos hat keine Heizung. Heute morgen zeigt das Thermometer 7°C im Boot an, draussen ist es noch etwas kälter. Der Wetterbericht sagt annehmbare Bedingungen für unseren ersten Schlag voraus. Bis Artlenburg wollen wir es schaffen.
Um 5:33 Uhr machen wir die Leinen los. Kein Nebel, keine Wolken, kaum Wind. Wir schleichen uns mit weichen Knien aus dem Hafen, dass Sperrwerk liegt bald hinter uns, die Elbe kommt näher. Endlich bewegt sich wieder was unter den Füssen. Fühlt sich gut an. Wir haben Tags zuvor beobachtet und gerechnet, ob wir sicher über die Sandbank vor Freiburg fahren können. Unsere Rechnung ging genau auf, wir haben noch 90cm unterm Kiel und können uns den Umweg elbabwärts sparen.
Leider wird das Wetter immer schlechter, der Wind nimmt zu und es fängt irgendwann bei 12°C an zu regnen. Wir hatten uns die Elbe irgendwie rauher vorgestellt. Auch die größeren Ozeanriesen machen nicht viel Welle. Kurz vor Krautsand guckt plötzlich direkt neben uns ein Seehund aus dem Wasser, ist aber im nächsten Moment leider schon wieder verschwunden. Etwas rauher wird es im Hamburger Hafen, aber wir können uns ganz gut durch das Getümmel mogeln.
Die letzten Seemeilen vor der Schleuse Geesthacht ziehen sich bei ablaufendem Wasser.
Geesthacht ist unsere erste Schleuse überhaupt. Nach kurzer Rücksprache mit dem Schleusenwärter fahren wir hinter einem Binnenschiff ein und belegen nur mit der Mittelklampe. Hat prima geklappt und war doch eher unspektakulär.
So langsam wird es dunkel, wir schalten die Positionslichter ein. Um 21:17 Uhr ist Eos fest vertäut in Artlenburg und wir fallen recht schnell in die Koje, eine Erkältung kündigt sich an.

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