Home Sweet Home 2

IMG_20150630_105146 im HafenMontag früh um 8.30 Uhr ging das Abenteuer in die zweite Runde. Das Gepäck war bereits im Auto und wir wurden von meiner Mama zum Bahnhof gebracht. Der Abschied fiel schwer, vor allem weil unsere kleine Nichte mit dabei war. Tapfer war sie, hat erst geweint, als der Zug abgefahren ist, haben wir später erfahren. Einen Tag bevor wir los sind hat sie Sabrina gefragt, wann sie denn mal wieder die leckeren Pfannkuchen für sie macht. Das sind die Momente, in denen die große Fahrt wirklich schwer fällt.
Irgendwann sind wir dann mit der Regionalbahn in Köln angekommen. War diesmal alles etwas entspannter als letztes Jahr auf dem Rückweg. Diesmal hatten wir über eine Stunde Aufenthalt, bevor wir in den Thalys nach Paris eingestiegen sind. Die Fahrt dorthin war recht gemütlich, auch wenn der Zug streckenweise mit 300 km/h durch die Landschaft rast.
In Paris angekommen, sind wir mit der Metro durch die Stadt zum Bahnhof Montparnasse gefahren. Letztes Jahr haben wir die Strecke mit dem Taxi zurückgelegt, diesmal wollten wir unbedingt mal mit der bekannten U-Bahn fahren. War eine interessante Tour. Schnell, laut, sauber. Nur mit dem ersten Gatter bin ich nicht so recht klargekommen. Meine Reisetasche ist hängengeblieben und wurde in die Mangel genommen. An einer Stelle ist sie aufgerissen, zum Glück ist alles darin heil geblieben.
In Montparnasse haben wir uns dann erst mal mit den Lunchpaketen gestärkt, bevor es mit dem TGV auf die letzte Teilstrecke ging. Wir sind quasi dem Sonnenuntergang hinterher gefahren und waren um 22.45 Uhr endlich in Les Sables d’Olonne, an dem Bahnsteig, an dem wir vor 9 Monaten abgefahren sind.
Ein Taxi brauchten wir nicht. Am Bahnsteig wurden wir bereits von einem Freund erwartet. Wir haben ihn erst in unserem Kurzurlaub im April in Bourgenay kennengelernt. Er ist auch mit einem Boot dort im Hafen und hat uns an diesem Montag spät abends einfach mal so mit seinem Auto am Bahnhof abgeholt und zu Eos gefahren. Wir haben uns riesig darüber gefreut.

Eos sieht sehr gut aus, trotzdem liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, bis sie wieder ins Wasser kann, aber das wird schon. Gestern hat unser Boot erst mal eine Reinigung bekommen, die meisten Sachen sind eingeräumt, Segel angeschlagen, Navigationsecke in Betrieb genommen, Festplatten eingebaut, Sprayhood imprägniert und befestigt und LED Leuchten installiert.
Den ersten Einkauf hat Sabrina wieder zu Fuß erledigt und am Strand waren wir auch schon. Dabei war es den ganzen Tag mit 34°C ziemlich heiß. Zum Abendessen hatten wir jeder zwei große selbstgemachte Cheeseburger. Wir fühlen uns pudelwohl auf unserem Segelboot.

Später am Abend waren wir zu Gast an Bord bei unserem Freund. Er wollte mit uns über den „Preis“ für die Abholaktion sprechen. Ich wusste überhaupt nicht, womit ich rechnen sollte. Als wir dann so bei einem kühlen Getränk zusammen saßen, kam er mit drei sehr schönen Seefunkgeräten an. An einem muss ich nur das Kabel reparieren. Der „Preis“ ist ganz einfach. Die drei Funkgeräte sollen zu Menschen kommen, die sich so etwas nicht leisten können. Vielleicht Fischer auf den Kapverden. Wir sind begeistert von dieser Idee und hoffen, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft die Funkgeräte unseres französischen Freundes zu den richtigen Menschen bringen.

IMG_2913 Funkgeräte

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