Hafenfest in Bourgenay und Heimreise

Konzert BourgenayAm Samstag haben wir Eos wieder eingepackt und für die nächsten 8 Wochen auf Abwesenheit eingestellt. Gegen Mittag waren wir damit fertig und konnten in diesem Urlaub endlich mal einen richtig langen Spaziergang machen.
Bis zum Payré sind wir bei 25°C und herrlichem Wetter gelaufen. Als wir das letzte mal vor etwa 7 Monaten dort waren, gab es einen schönen langen Sandstrand. Der war jetzt komplett verschwunden!
Ein merkwürdiges Gefühl, dort zu stehen, wo vor ein paar Monaten noch meterhoch der Sand lag. Auch die Mündung des Payré hat sich in dieser kurzen Zeit sehr stark verändert. Schon beeindruckend, welche Mengen an Sand das Meer durch Gezeiten und Herbststürme dort bewegt.

Pünktlich zum Beginn des Hafenfestes waren wir wieder zurück und haben uns auf der Mole die Ankunft des neuen Rettungsbootes angeschaut. Das neue Schiff hat eine ganze Flotte von Rettungsbooten der „Sauveteurs en Mer“ angeführt und wurde im Anschluss von Monseigneur Castet gesegnet.

IMG_6765 Rettungsboot Flotte

Danach war die Rettungshundestaffel an der Reihe. Die haben uns mit am meisten beeindruckt. Wirklich erstaunlich, was diese Hunde alles können. In erster Linie werden sie eingesetzt um Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dazu schwimmt der Hund zur Zielperson. Er hat ein spezielles Geschirr an und im Bereich des Rückens befinden sich zwei Ringe, die man leicht greifen und festhalten kann. So lässt man sich vom Rettungshund an Land ziehen.
Sollte ein Mensch bereits bewusstlos sein, erkennt das der Hund, schwimmt um die Zielperson herum, greift mit seinem Maul vorsichtig das Handgelenk und zieht den Menschen so an Land.
Das zu sehen war wirklich ergreifend.
Aber sie können noch viel mehr. Sie unterstützen Rettungsschwimmer, bringen Rettungsringe oder Westen, sie können vom Boot ins Wasser springen, eine Leinenverbindung herstellen, Surfbretter und sogar ganze Boote ziehen.
Die meisten von ihnen sind Neufundländer.

IMG_6845 Rettungshundestaffel

Später waren wir bei einem Bootsnachbarn an Bord zu einem Drink eingeladen und sind anschließend zum Konzert gegangen. Carlos Núñez hat gut eine Stunde feinste keltische Musik zum besten gegeben.
Das Feuerwerk nach dem Konzert war großartig. Die komplette Stadtbeleuchtung wurde eine Minute vor Beginn abgeschaltet und die letzten 10 Sekunden vor dem Start konnte das Publikum mit runterzählen. Was dann folgte, war fast schon so etwas wie eine Reise am Nachthimmel, mit passender Musik, viel Bezug zur See und zur Region. Wir haben schon viele Feuerwerke gesehen, aber dieses wird noch lange in wunderschöner Erinnerung bleiben.

Am nächsten morgen um kurz nach vier war es dann soweit. Wir haben uns auf den Rückweg gemacht. Lief auch bis Belgien alles wie am Schnürchen. 160 Kilometer vor dem Ziel wollte der Twingo dann nicht mehr so richtig. Das Radlager hinten rechts hat sich verabschiedet. In der Regel kann man damit noch ein paar Kilometer vorsichtig fahren, aber 160?
Die Radkappe ist in den Kofferraum gewandert und der Regen kam wie gerufen, hat er doch etwas zur Kühlung beigetragen. Bei 84 km/h lief das Lager relativ ruhig, darunter und darüber war es grausam. Also sind wir schön langsam in Richtung A57 gerollt. Zweimal musste ich mich von LKWs überholen lassen, ansonsten bin ich immer kurz bevor die 40-Tonner dran waren auf einen Parkplatz ausgewichen.
Die letzten Kilometer haben sich also gezogen und wir haben uns selten so über die Autobahnabfahrt in Rheinberg gefreut, wie an diesem Tag. Geschafft!

Heute habe ich ein neues Lager eingebaut und der kleine Twingo läuft wieder prima. Demnächst dann zum TÜV und anschließend inserieren.

Ansonsten sind die letzten 8 Wochen hier am Niederrhein bereits gut verplant. Ein paar Arztbesuche, Teile für Eos in der Werkstatt produzieren und diverse Näharbeiten warten noch auf uns. Dann noch etwas Bürokratie und wir sind wieder wech…

P.S.:
Vor ein paar Tagen haben wir bei Facebook gefragt, ob ihr eine Idee habt, wie wir unseren DIY-Petroleum-Ofen nennen könnten.
Es waren viele witzige und coole Namen dabei. Am Ende hat uns Huberts Vorschlag am besten gefallen:

GUSTAV

G erät
U m
S abrina (und Nico)
T äglich
A bends mit kuschliger Wärme zu
V erwöhnen

Wenn Gustav demnächst zum Einsatz kommt, denken wir an dich, Hubert. :-)
Er läuft übrigens prima und wenn es bei uns wieder etwas ruhiger wird, schreibe ich auch einen detaillierten Baubericht.

Kommentare sind geschlossen